HSG Wesertal – HSG Hoof/Sand/Wolfhagen (10:10) 23:23

Es war Samstag. Heimspielzeit. Und wir waren heiß. Heiß auf´s Spiel, heiß darauf den derzeitigen Spitzenreiter vor Weihnachten nochmal so richtig zu ärgern und um Punkte zu erleichtern. Denn diese sollten definitiv auf UNSERER Habenseite verbucht werden. Wir befanden uns in UNSERER HALLE, mit UNSEREN FANS und es sollten auch UNSERE PUNKTE werden.

Oft wird in unserer Liga etwas verrückt gespielt. Fast jedes Wochenenden gibt es Endergebnisse die sehr überraschend, wenn nicht sogar fragwürdig sind. Was sagt also schon der Tabellenplatz Nummero Eins aus? 16:2 Punkte stand auf dem Konto bei den Damen aus Ho/Sa/Wo. Das wollten wir ändern. Denn wir waren der Meinung, dass ihnen mindestens eine 3 wenn nicht sogar eine 4, anstatt der 2, besser stehen würde.

Ein Kribbeln machte sich kurz vor dem Spiel im Körper breit. Der Puls stieg an. Das Adrenalin ballerte durch jegliche Adern. Und in jedem Gesicht konnte man die Kampfbereitschaft und den Siegeswille ablesen. Wir waren bereit mehr als alles zu geben.

Wir waren es auch die das Spiel mit einem Sahne-Tor von Joana einläuteten. Ho/Sa/Wo legte jedoch ziemlich flott nach, ehe Kati das runde im langen Eck versenkte (2:1). Den Gästen gelang es nicht direkt zu antworten. Ein verworfener 7m unsererseits verhinderte allerdings den nächsten Treffer. Macht aber nichts, Eva verwandelte Tor Nummer 3 ganz souverän von ihrer Außenposition aus dem Spiel heraus. Eine Minute später glichen die Gäste durch einen 7m wieder aus. Anna wusste jedoch 6 Sekunden später die beste Antwort (4:3). Der Ausgleich kam ebenfalls wieder durch einen 7m. Erneut war es Joana die uns in Führung brachte, wobei auch die Gäste kurz darauf mit einem Tor reagierten (5:5, 12. Min.). Dann hatten wir die Gelegenheit den Vorsprung auszubauen, dies gelang uns jedoch leider nicht. Aber auch die Bälle von Ho/Sa/Wo konnten entweder von Diana entschärft werden oder wurden direkt neben das Tor gesetzt. Eusi verwandelte noch einen schönen Tempogegenstoß in ein Tor um, ehe dann die Auszeit unsererseits genommen wurde (16. Min.). Anna und Joana verschafften uns dann erstmalig einen zwei-Tore-Vorsprung. Auszeit Ho/Sa/Wo (19. Min.). Bis zur 26. Minuten überzeugten wir mit einer guten Abwehrleistung und sehenswerten Aktionen vorne im Angriff. In dieser Minute stand auf der Anzeigetafel 10:7. Dann jedoch unterliefen uns drei technische Fehler hintereinander, welche direkt mit einem Tempogegenstoß bestraft wurden. Mit einem Halbzeitstand von 10:10 mussten wir in die Kabine gehen.

10:10 Halbzeitstand. Gegen den Tabellenführer. Zwischenzeitig mit drei Toren geführt. Ja man, da war definitiv was drin. Konzentration, weiter geht´s ….

Wir bei Anpfiff in Ballbesitz. Leider jedoch nicht allzu lange. Ho/Sa/Wo ging erstmalig durch einen Tempogegenstoß in Führung. Wir bzw. Ida, wussten aber erneut die richtige Antwort (11:11). Nach diesem Tor jedoch gelang es den Gästen drei Tore in Folge zu werfen (11:14, 35. Min.). Drei Minuten später war es dann ein 5-Tore-Vorsprung den Ho/Sa/Wo herausspielen konnte (12:17). Uns unterliefen in dieser Phase einfach zu viele technische Fehler die mit zu einfachen Toren direkt bestraft wurden. Aber wenn man uns eins mal so gar nicht vorwerfen kann dann ist es, dass wir die Köpfe haben nicht in einer Sekunde hängen lassen. Wir kämpften uns wieder ran. In der 46. Minute waren wir bis auf zwei Tore wieder ran und die Gäste brauchten eine Auszeit (17:19). Die wiederum bekam uns gar nicht gut. Der Ball landete drei Mal in Folge in unserem Netz, aufgrund von Unkonzentriertheit und viel zu schnelle und unvorbereiteten Abschlüssen. Es waren noch genau 9 Minuten zu spielen und die Anzeige stand auf 17:22. In den kommenden 9 Minuten unterlief uns nicht ein technischer Fehler so viel vorweg. Und diese 9 Minuten beinhalteten nur ein Fehlwurf unsererseits. Da war er. Dieser Moment des „(Vor allem jetzt) Mehr als alles geben“. 2 7m Tore und 2 Tore aus dem freien Spiel heraus ließen uns bis auf ein Tor ran kommen (21:22, 55. Min.). Verdammt. Ho/Sa/Wo verwandelt Tor Nummero 23 in der 56. Minute. 4 lange Minuten lagen vor uns. Gepusht von den Rängen verwandelte Eva Nummero 22. Es steht 22:23. 7m für die Gäste. BOOM, Diana hält mal wieder ein ganz wichtiges Ding (58 Min. 29 Sek.). Das war unsere Chance. Ja, wir waren nervös. Aber wir glaubten an uns. Und so war es Joana, nachdem Zeit angezeigt wurde, die den direkten Freiwurf im Eck versenkte (59 Min. 15 Sek.). Es war aber noch nicht gelaufen. 45 Sekunden können aber auch lang sein… Es waren aber auch Sekunden, die man mit so viel Adrenalin im Körper danach nicht mehr unbedingt in Worte fassen kann. Ho/Sa/Wo nahm die Auszeit. Und wie auch immer es genau dann dazu kam, die Gäste bekamen einen Freiwurf. Allerding musste dieser direkt ausgeführt werden, da auf der Uhr schon 60:00 Minuten stand. Das übernahm Torfrau Malgorzata Rodziewicz, die das Runde einen Meter über´s Tor setzte. KRAWUMMS. Damit bleiben wir in heimischer Halle ungeschlagen.

Dank euch konnten wir bei der Kälte draußen die Halle heute mal wieder so richtig einheizen. Ein spannendes Spiel indem wir nie die Köpfe hängen gelassen haben und 60 Minuten lang unermüdlich gekämpft haben. Gepusht von den besten Fans der Welt! Die Stimmung die ihr macht und den Rückhalt den ihr uns gebt… Das hat richtig Bock gemacht! DICKES DANKE dafür. UNSERE HALLE. UNSERE FANS. UNSERE PUNKTE. #gohardorgohome

Diana (Tor), Laura (Tor, n.e.), Eva (3), Anna (3), Eusi (3), Joana (11/4), Ida (1), Kati (1), Annso, Julia, Tessa (1)

Wir wünschen euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Eure Damen I

Leave a Comment

(required)

(required)